Palais Batthyány 1692–97 Alexander Oedtl / 1718

Die Geschichte des heutigen Palais beginnt 1692 mit einem Bau für Wolf André Graf Orsini-Rosenberg. Er hatte die Liegenschaft mit drei Gebäuden, in denen zuletzt das Hofzahlamt unter­gebracht war, von Kaiser Leopold I. als Geschenk erhalten. 1716 wurde das Stadtpalais um die beiden Nachbar­häu­­ser in der Bankgasse erweitert. Bereits 1718 kaufte Eleonore Gräfin Batthyány das Palais, das sie durch Christian Alexander Oedtl zu einem Komplex mit zwei Portalen in der Herrengasse und der Bankgasse in der Art Johann Bernhard Fischer von Erlachs vereinheit­lichen ließ. Im Erdgeschoss des Palais waren schon im 17. Jahrhundert Weinschenken und Gasthäuser. Das im 19. Jahrhun­dert im Palais untergebrachte Hotel Klomser war am 25. Mai 1913 Schauplatz des Selbstmordes von Oberst Alfred Redl, nachdem er als Spion enttarnt worden war. Das kurzzeitig wieder im Besitz der Batthyánys befindliche Palais wurde 1924 an die Niederösterreichische Brand­schaden­versicherung verkauft, die es von Anton Potyka adaptieren ließ. Später ging es an das Land Nie­der­österreich und die Constantia Privat­bank. Bis 2012 war im Palais die Redaktion der Tageszeitung „Der Standard“, nach deren Auszug das Gebäude ge­meinsam mit dem benachbarten Palais Trauttmansdorff restauriert und für Wohnungen in den Obergeschoßen sowie Geschäftslokale im Erdgeschoß adaptiert wurde. back
Batthyany