Palais Harrach | Palais, Palais.

Palais Harrach
1696
Domenico Martinelli, Christian Alexander Oedtl

Während der Türkenbelagerung 1683 brannte das seit 1658 den Auerspergs ge­hörende ehemals Harrach’sche Anwesen aus. Ferdinand Bonaventu­­ra von Harrach kaufte die Ruine zurück und ließ ein neues Palais bauen. Dazu wurde aus Rom Domenico Marti­­nelli berufen, der gemeinsam mit Christian Alexander Oedtl einen Bau mit Fron­ten zu Freyung und Herrengasse plante. Besonders stolz war der Bauherr auf die Feststiege aus „Kaiserstein“, einem harten Leithakalk.

Unter Ferdinand Bonaventuras Sohn Aloys Thomas errichtete Johann Lucas von Hildebrandt, der Hausarchi­tekt der Harrachs, einen Pavillon an der Spitze des Gartens an der Freyung. 1844–50 ließ Franz Ernst Graf Harrach Fassade und Innenräume durch Franz Schönthaler umbauen, auch um Platz für die bedeutende Harrach’sche Kunstsammlung zu schaffen. Diese wurde im Zweiten Weltkrieg in Salz­stollen im Salzkammergut verwahrt, während Bom­ben Palais und Garten schwer beschädigten.

Nach dem Krieg wurde der barocke Zu­stand des Palais wiederhergestellt. Es blieb bis 1980 im Besitz der Familie, die es schließlich der Gemeinde Wien verkaufte. Von 1994 bis 2003 nutzte das Kunsthistorische Museum das Gebäude für Sonderausstellungen. Die Harrach’sche Kunstsammlung ist heute in Schloss Rohrau untergebracht.

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