Palais Trauttmansdorff
1639

Das Palais Trauttmansdorff hat – wie viele Gebäude in der Herrengasse – mittelalterliche Bauteile. Unter den wechselnden Besitzern war Anfang des 17. Jahrhunderts Helmhard Jörger von Tollet, dem eine Zeit lang auch die be­nachbarten heutigen Palais Batthyány und Porcia gehörten, der jedoch als Pro­testant 1620 ins Exil gehen musste. Das Palais ging an das Stift Krems­münster; 1639 wurde es Teil des Trauttmansdorff’schen Fideikommiss.

Aus dieser Zeit stammt der frühbarocke Kern des Palais; die frühklassizistische Fassade ist das Ergebnis eines Um­baus, den Andreas Zach 1792 für Ferdinand von Trauttmansdorff plante. 1798 führ­te Franz Wipplinger zwei Geschoss­aufstockungen durch. Ein Anbau in der rückwärtigen Schenken­straße wurde 1971 von Anton Potyka realisiert, nach­dem das Palais 1966 an die Nieder­österreichische Brandschadenversicherung verkauft worden war.

Die Repräsentationsräume des Palais an der Herrengasse mit Rokoko-Öfen, Deckenstukkaturen, intarsierten Parkettböden und spätklassizistischem Gold­kabinett wurden bis 1974 restauriert und adaptiert. Im „Grünen Salon“ finden sich um 1841 entstandene Supraportengemälde mit Allegorien der Künste von Johann Matthias Ranftl.

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